Faktor-Strategien bei ETFs

Hallo zusammen! Heute der erste Beitrag zu einer neuen Reihe mit dem Thema: Faktorbasiertes Investieren. Neben der Vorstellung der einzelnen Faktoren werde ich in den folgenden Tagen noch Beiträge zu verschiedenen faktorbasierten ETFs, also konkreten Produkten verschiedener Anbieter erstellen. Damit zeige ich euch dann auch einige Beispiele für Faktor-Strategien bei ETFs.

Was sind Faktor-Strategien?

Zum faktorbasierten Investieren kann man generell sagen, dass es dabei um eine Methode handelt, die wissenschaftlich fundiert bestimmte Unternehmensmerkmale (Faktoren) berücksichtigt. Dadurch soll es möglich sein, eine höhere Rendite als bei einem marktneutralen Investment bzw. ETF zu erzielen. Man könnte es als eine „aktivere“ Variante des passiven Investierens bezeichnen. Der klassische “passive Ansatz” wird damit um das Risiko des jeweiligen Faktors erhöht, wodurch entsprechend eine höhere Rendite möglich sein kann.

In der folgenden Grafik habe ich euch einmal die gängigen Faktoren des Herausgebers MSCI vorgestellt. Die Quelle dazu verlinke ich hier.

Faktor-Strategien bei ETFs
Faktor-Strategien bei ETFs

Entwicklung

Über die Jahre wurden immer neue Faktoren entdeckt und untersucht. Ein neuer Faktor ist erst dann gegeben, wenn er von mehreren unabhängigen Wissenschaftlern bestätigt und über viele Jahre beständig aufgezeigt werden kann. Dabei darf er nicht ausschließlich auf einzelne Branchen zutreffen, sondern muss markt- und länderübergreifend nachweisbar sein. Die Vorteile, die der Faktor hinsichtlich der Rendite bringen müssen zudem groß genug sein. Das bedeutet, dass trotz höherer Kosten (TER etc.) noch eine Faktorprämie resultiert. Diese muss sachlogisch erklärt werden und einzigartig sein, also nicht einfach ein bereits bestehender Faktor, der abgewandelt wurde.

Faktor-Strategien bei ETFs
Faktor-Strategien bei ETFs

ETFs für Fortgeschrittene?

Faktorinvestieren kann durchaus ein interessanter Ansatz beim Aufbau seines Portfolios sein. Dabei wird kein marktneutrales Portfolio mehr verfolgt, sondern es entsprechend auf einen Faktor ausgerichtet. Anzumerken ist, dass verschiedene Faktoren sich nicht addieren und man seine Überrendite somit für gewöhnlich nicht zwingend weiter steigern kann, indem man einfach auf mehrere Faktoren setzt. (Multi-Factor)

Habt ihr Faktor ETFs in eurem Depot oder verfolgt ihr einen eher marktneutralen Ansatz?

Ich habe mich bisher nicht “aktiv” mit dem faktorbasierten Investieren beschäftigt, halte diesen Ansatz aber durchaus für sehr interessant.

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