Für das Jahr 2024 hat sich erneut der Begriff „Superwahljahr“ geprägt, da in zahlreichen Ländern weltweit richtungsweisende Wahlen anstehen. Diese politischen Ereignisse können nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die nationale politische Landschaft haben, sondern auch die globalen Finanzmärkte und die Wirtschaft maßgeblich beeinflussen.
Ein besonders prominentes Ereignis sind die alle vier Jahre stattfindenden Präsidentschaftswahlen in den USA. Politische Entscheidungen in diesem Land haben historisch gesehen weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit gewissermaßen auch auf unsere Aktien. Die gewählte Regierung gestaltet nicht nur die Innenpolitik, sondern beeinflusst auch internationale Beziehungen, Handelsabkommen und geopolitische Dynamiken. Der Ausgang dieser Wahl wird daher für Aktionäre rund um den Globus häufig mit Spannung erwartet.
Auch in anderen Teilen der Welt sind Wahlen von entscheidender Bedeutung. Erst kürzlich wurde in Taiwan ein neuer Präsident gewählt, der die Unabhängigkeit Taiwans weiter verteidigen will. Es ist zu erwarten, dass die Europawahl auch bei uns politische Veränderungen mit sich bringen wird. Auch wenn der Einfluss für uns in der Regel selten so deutlich spürbar ist wie bei der Bundestagswahl, so hat das Europäische Parlament doch erhebliche Mitwirkungsrechte, die insbesondere bei den Themen Agrarpolitik, Energiepolitik und auch bei Einwanderungsfragen eine Rolle spielen. Auch in Russland finden in diesem Jahr wieder Wahlen statt.
Jahre, in denen so viele große Wahltermine anstehen, können kurzfristig auch immer politische Unsicherheiten und wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Dennoch halte ich es auch in diesem Jahr mit dem Sprichwort „Politische Börsen haben kurze Beine“. Ich gehe fest davon aus, dass Unternehmen mit einem starken Geschäftsmodell und einer soliden Bilanz auch das Jahr 2024 problemlos überstehen werden. Das Superwahljahr 2024 verspricht also wieder sehr spannend zu werden und wer weiß, ob sich im Laufe des Jahres nicht einige gute Gelegenheiten für Neu- und Nachkäufe ins Depot ergeben.
Passend dazu, ein Auszug aus meinem Buch Aktien-Life-Balance:
Wie sind eure Gedanken zu diesem Thema?