Aktiengram Podcast | Folge 28 Geldanlage für Kinder

In der heutigen Aktiengram Podcast | Folge 28 Geldanlage für Kinder thematisiere ich einmal den Bereich Geldanlage für Kinder.

Ich spreche über die Themen Junior Depot, Steuerfreibeträge und Gedanken und Möglichkeiten um das Thema Aktien schon in jungen Jahren attraktiv zu machen. (Siehe auch: Taschengeld Depot | Dividende als Taschengeld.)

Auch hatte ich hier in der Community vor einiger Zeit gefragt: Welches Junior Depot ist das beste?

Bei Junior-Depots könnt ihr euch häufig auch noch extra Prämien sichern, wie aktuell beim comdirect Junior Depot.

Die Aktion läuft bis zum 31.05.2022.

Steuerfreibetrag von ETFs

Hier das im Podcast genannte Beispiel, dargestellt mit dem Rechner von Finanzfluss. Bei einer angenommenen investierten Summe von 45.000 € in einen ausschüttenden Welt-ETF mit einer durchschnittlichen Ausschüttungsrendite von 2,5% würde man jährlich den steuerlichen Freibetrag durch die Ausschüttungen des ETF ausschöpfen können und dabei keinen Cent Steuern darauf zahlen müssen.

(Als positiver Nebeneffekt kommt hier noch die Teilfreistellung für Aktienfonds mit einer Aktienquote von > 51 % hinzu - ohne die Teilfreistellung würde die Summe "nur" rund 32.000 € betragen.)
(Als positiver Nebeneffekt kommt hier noch die Teilfreistellung für Aktienfonds mit einer Aktienquote von > 51 % hinzu – ohne die Teilfreistellung würde die Summe „nur“ rund 32.000 € betragen, bis zu der keine Steuern auf die Ausschüttungen anfallen. 30% Teilfreistellung bedeutet, dass nur 70% der ETF-Erträge steuerpflichtig sind.)

Da man jedes Jahr „aufs Neue“ die derzeit 801 € steuerlichen Freibetrag für Kapitalerträge bekommt (und diesen nicht „ansammeln“ oder „später ausschöpfen“ kann), halte ich es für sinnvoll, diesen schon zu Beginn mit einem ausschüttenden ETF oder auch Aktien „auszunutzen“. Ab 2023 soll der Freibetrag auf 1000 € erhöht werden; dann kann man jährlich 1000 € steuerfrei aus seinen Investitionen „kassieren“ ohne etwas dafür verkaufen oder aktiv werden zu müssen; einfach durch die anfallenden Ausschüttungen. Wenn man das ausgeschüttete Geld dann noch reinvestiert, ergibt sich hier langfristig gesehen ein Vorteil, da keine Kapitalertragssteuer auf die Ausschüttungen anfallen, also die Summe „netto“ gleich wieder investiert werden kann.

Demnach wäre es in meinen Augen besonders sinnvoll, bei einem Kinder-Depot bereits ab dem ersten Lebensjahr den steuerlichen Freibetrag zu nutzen / auszuschöpfen und sich so diesen Vorteil Jahr für Jahr mitzunehmen. Wenn wir von beispielsweise 18 Jahren ausgehen, die eine solche Summe investiert ist, ergibt sich bei einem investierten Betrag von 45.000 € und einer Ausschüttung von 2,5% p.a. (dank Teilfreistellung) die Summe von jährlich 1.125 €, die steuerfrei eingenommen werden kann. In 18 Jahren sind das immerhin 20.250 €. (Plus die voraussichtliche Wertsteigerung des Welt-ETFs.) Ohne die ETF-Teilfreistellung wären es bei 32.000 € mit 2,5% Ausschüttung jährlich „nur“ 800 €, sodass in 12 Jahren hier 9.600 € zusammenkommen.

Vorabpauschale

Ergänzend sei noch gesagt, dass sobald es wieder einen Basiszins gibt, die Vorabpauschale bei ETFs einen Teil des Freibetrags ausnutzt. Bedeutet, wenn man eine große Summe in beispielsweise einem thesaurierenden ETF hält, wird der Freibetrag auch hier potenziell genutzt werden.

Einkommensteuerfreibetrag

Derzeit können außerdem „zusätzlich“ noch fast 10.000 € pro Jahr steuerfrei durch den Einkommensteuerfreibetrag bzw. Nichtveranlagungsbescheinigung vereinnahmt werden.

Wichtig ist, wie im Podcast bereits angesprochen, noch der Hinweis zum Thema BAföG-Förderung. Hier sind derzeit lediglich 8.200 € Vermögen im Rahmen einer BAföG-Förderung unberücksichtigt. Alles darüber wirkt sich dann auf die Möglichkeit einer Förderung aus. Für mich persönliche wäre das allerdings kein Argument, das gegen ein Kinder-Depot spricht.

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4 Gedanken zu „Aktiengram Podcast | Folge 28 Geldanlage für Kinder“

  1. Die Idee mit der gedruckten Aktie ist ja klasse – den Gedankengang muss ich gleich meinem Freund erzählen. Schöne Idee. Liebe Grüße

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  2. Hallo Lisa,

    sehr schöne Folge mit sehr gutem Inhalt. Danke.
    Neben dem skizzierten BaföG-Problem droht auch Fortfall der Familienversicherung der GKV. Es geht zwar um höhere Summen (derzeit 470 € monatlich), aber ist vielleicht trotzdem relevant.
    Liebe Grüße

    Antworten

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