In der neuen Folge des Aktiengram Podcast geht es um ein Thema, das mich leider rund um Aktiengram schon seit Jahren persönlich begleitet. Fake-Profile, betrügerische Werbeanzeigen und WhatsApp/Telegram-Gruppen in meinem Namen. Genau dazu habe ich meine Bachelorarbeit in IT-Sicherheit geschrieben. In der heutigen Folge erzähle ich euch, wie diese Betrugsmaschen funktionieren, was eure Antworten in meiner Umfrage gezeigt haben und wie man sich schützen kann.
Mit der Abschlussarbeit habe ich auch mein Fernstudium in IT-Sicherheit an der Wilhelm Büchner Hochschule abgeschlossen, nach sechseinhalb Jahren neben dem Job. Arbeit und Kolloquium wurden mit 1,0 bewertet, darüber freue ich mich immer noch riesig! Wenn du wissen möchtest, wie so ein Fernstudium nebenberuflich abläuft, findest du einige Beiträge im Verlauf der Zeit dazu auf meiner Seite zum Fernstudium.
Darum geht es in der Folge
Betrug ist heute eine richtige Industrie und in diesem Fall lautet das Stichwort Cybercrime-as-a-Service. Wer betrügen will, muss nicht mehr zwingend selbst viel „können“, sondern bucht die einzelnen Bausteine einfach im Abo. Zum Beispiel gefälschte Webseiten, Listen mit Handynummern, Programme für Massennachrichten und sogar die Geldwäsche. In der Folge spreche ich unter anderem über:
- Meine eigenen Erfahrungen mit Fake-Profilen, Fake-Anzeigen und KI-Videos mit meiner geklonten Stimme
- Die „Hallo, ist das Anna?“-Methode und das sogenannte Pig Butchering
- Pump and Dump in „Aktien-Gruppen“ bei WhatsApp und Telegram
- Warum auch gut informierte Leute auf Betrug reinfallen
- Das Urteil im Fall Finanzfluss gegen Meta
Was eure Umfrage gezeigt hat
Fast 1000 von euch haben an meiner Umfrage teilgenommen, vielen Dank dafür! Ausgewertet habe ich die 563 Antworten aus der Gruppe der 18- bis 49-Jährigen. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, aber einige Ergebnisse fand ich sehr spannend:
- 86 % haben in sechs Monaten mindestens eine verdächtige Nachricht bekommen.
- 94 % trauen sich zu, solche Nachrichten zu erkennen. Trotzdem reagieren 28 % auf dringende Nachrichten zumindest manchmal, ohne den Absender zu prüfen.
- Bei KI-generierten Nachrichten trauen sich das Erkennen nur noch 46 % zu.
- 43 % vertrauen der Empfehlung einer Person, der sie folgen, mehr als der eines Fremden. Genau diesen Vertrauensbonus nutzen die Fake-Profile aus.
Ganz wichtig auch an dieser Stelle nochmal: Ich schreibe niemanden einfach so an, weder per Messenger, noch per E-Mail oder sonst wie und lade in keine WhatsApp- oder Telegram-Gruppe ein und verspreche generell keine Renditen oder Tipps. Ich habe auch keine Backup-Profile oder Zweitaccounts. Meine echten Profile findest du hier.
Habt ihr selbst schon mal so eine Nachricht bekommen? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Gedanken zur Folge!
Weiterführende Links aus der Folge
- Fernstudium geschafft! Mein Rückblick auf das Studium
- Meine offiziellen Profile und Warnung vor Fake-Accounts
- Europol: Zerschlagung der Phishing-Plattform LabHost (englisch)
- Reuters-Recherche: Wie Meta an Betrugswerbung verdient (englisch)
- Urteil gegen Meta – Facebook-Konzern haftet für Betrug im Netz
- Cybersicherheitsmonitor 2026: Online-Betrug und Künstliche Intelligenz
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