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Zinseszinsrechner

Berechne, wie dein Geld für dich arbeitet

Der Zinseszinseffekt ist der Grund, warum aus kleinen Beträgen über die Jahre große werden. Er wirkt langsam, dafür unaufhaltsam und die meisten unterschätzen ihn massiv, weil unser Kopf in geraden Linien denkt und nicht in Kurven. Mit dem Rechner oben siehst du in Sekunden, was aus deinem Startkapital und deiner monatlichen Sparrate wird. Gib deine Zahlen ein, spiel mit dem Zeitraum, und lade dir die Grafik herunter, wenn du sie behalten oder teilen willst.

Zinseszinsrechner

Wie stark wächst dein Geld, wenn Zinsen wieder Zinsen bringen?

Jahre
% p. a.

Endkapital nach 20 Jahren

Einzahlungen
Zinsertrag
Entwicklung von Einzahlungen und Zinsertrag pro Jahr
Jahresübersicht anzeigen
JahrEinzahlungenZinsertragKapital

Modellrechnung mit gleichbleibendem Zinssatz. Steuern, Kosten und Inflation sind nicht berücksichtigt. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit – keine Anlageberatung.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Zinseszins heißt schlicht: Zinsen auf Zinsen. Du bekommst im ersten Jahr Zinsen auf dein Kapital. Im zweiten Jahr bekommst du Zinsen auf dein Kapital plus die Zinsen aus dem Vorjahr. Diese Zinsen werfen im dritten Jahr wieder Zinsen ab, und so weiter.

Der entscheidende Punkt: Der Effekt wächst nicht gleichmäßig, sondern beschleunigt sich. In den ersten Jahren passiert gefühlt nichts. Nach 15, 20, 25 Jahren kippt die Kurve und irgendwann verdienen deine Zinsen mehr als du einzahlst.

Ein Beispiel aus dem Rechner: Bei 5.000 € Startkapital, 150 € monatlich und 6 % pro Jahr zahlst du über 20 Jahre 41.000 € ein. Am Ende stehen rund 86.000 € auf dem Papier. Mehr als die Hälfte des Endkapitals hast du nie selbst eingezahlt.

Die Zinseszinsformel

Für ein einmaliges Startkapital ohne weitere Einzahlungen gilt:

K = K₀ × (1 + p)ⁿ

  • K = Endkapital
  • K₀ = Anfangskapital
  • p = Zinssatz als Dezimalzahl (6 % = 0,06)
  • n = Anzahl der Jahre

Beispiel: 10.000 € über 15 Jahre bei 6 % ergeben 10.000 × 1,06¹⁵ = 23.966 €.

Sobald eine monatliche Sparrate dazukommt, wird die Formel deutlich sperriger, weil jede einzelne Rate ihre eigene Laufzeit hat. Genau das nimmt dir der Rechner ab.

So nutzt du den Zinseszinsrechner

Anfangskapital

Das Geld, mit dem du startest, egal ob es schon angelegt ist oder gerade auf dem Tagesgeldkonto liegt. Wenn du bei null anfängst, trag einfach 0 ein.

Monatliche Sparrate

Der Betrag, den du jeden Monat zusätzlich investierst, zum Beispiel über einen Sparplan. Wer noch nicht weiß, wie viel drin ist: Ein Haushaltsbuch über zwei, drei Monate bringt hier mehr Klarheit als jede Schätzung.

Anlagezeitraum

Die wichtigste und zugleich unbequemste Stellschraube. Der Zinseszins braucht Zeit — verkürze den Zeitraum um fünf Jahre und du siehst sofort, wie viel Endkapital verloren geht. Umgekehrt ist früher anfangen wirkungsvoller als mehr sparen.

Jährlicher Zinssatz

Die unsicherste Größe. Historisch hat ein breit gestreutes Aktien-Weltportfolio langfristig rund 6 bis 8 % pro Jahr vor Kosten und Steuern gebracht, allerdings mit teils heftigen Schwankungen dazwischen. Für Tagesgeld oder Anleihen setzt du entsprechend niedriger an. Rechne im Zweifel konservativ.

Zinsgutschrift

Legt fest, wie oft Erträge gutgeschrieben und wieder mitverzinst werden. Je häufiger, desto früher greift der Zinseszins — der Unterschied zwischen monatlich und jährlich ist allerdings kleiner, als die meisten vermuten.

Was der Rechner nicht abbildet

Damit du die Zahlen richtig einordnest:

  • Steuern. Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Soli und ggf. Kirchensteuer an. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr bleibt steuerfrei.
  • Kosten. ETF-Gebühren, Ordergebühren oder Depotkosten senken die tatsächliche Rendite.
  • Inflation. 86.000 € in 20 Jahren haben deutlich weniger Kaufkraft als 86.000 € heute. Bei 2 % Inflation entspricht das rund 58.000 € in heutigem Geld.
  • Schwankungen. Der Rechner arbeitet mit einem konstanten Zinssatz. Reale Märkte laufen nicht in gleichmäßigen Schritten, mal 20 % rauf, mal 30 % runter.

Der Zinseszinsrechner zeigt dir also die Mechanik, nicht die Prognose. Genau dafür ist er gedacht.

Häufige Fragen zum Zinseszins

Was sind Zinseszinsen?

Zinseszinsen sind Zinsen, die auf bereits gutgeschriebene Zinsen anfallen. Wer seine Erträge im Depot lässt, statt sie zu entnehmen, lässt sie weiterarbeiten, daraus entsteht der exponentielle Verlauf.

Wie berechnet man den Zinseszins?

Über die Formel K = K₀ × (1 + p)ⁿ. Bei zusätzlichen monatlichen Sparraten wird es komplexer, weil jede Rate unterschiedlich lange verzinst wird, dafür gibt es den Rechner oben.

Was bedeutet % p. a.?

„p. a.“ steht für per annum, also pro Jahr. 6 % p. a. heißt: sechs Prozent Rendite bezogen auf ein Jahr.

Wie nutze ich den Zinseszinseffekt für mich?

Früh anfangen, regelmäßig investieren, Erträge reinvestieren und lange dabeibleiben. Thesaurierende ETFs legen Ausschüttungen automatisch wieder an, bei ausschüttenden Fonds musst du selbst reinvestieren.

Gilt der Zinseszins auch bei Aktien und ETFs?

Im Prinzip ja, auch wenn es dort keine festen Zinsen gibt. Kursgewinne und reinvestierte Dividenden erzeugen denselben Effekt, nur eben mit Schwankungen statt gleichmäßiger Verzinsung.

Funktioniert der Zinseszins auch gegen mich?

Ja, und zwar bei Schulden. Beim Dispokredit mit 12 % arbeitet dieselbe Mechanik gegen dich. Deshalb gilt: teure Schulden vor dem Vermögensaufbau tilgen.

Wie viel Zinsen bekomme ich für 10.000 Euro?

Bei 5 % p. a. sind es im ersten Jahr 500 €. Nach zehn Jahren wären es mit Zinseszins rund 16.290 € insgesamt, statt 15.000 € bei einfacher Verzinsung.

Grafik zum Mitnehmen

Über den Button unter dem Diagramm lädst du die Auswertung als Bild herunter, mit deinen Zahlen. Praktisch für Präsentationen, den eigenen Finanzplan oder um jemandem zu zeigen, warum sich Anfangen lohnt.

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📀 Disclaimer: Das Investieren in Wertpapiere ist mit Risiken verbunden. Ihr handelt immer auf eure eigene Verantwortung! Bitte betreibt dabei immer eure eigene Recherche. Das gilt sowohl für Gebühren, Kennzahlen als auch für die Qualität von Aktien, Anleihen, ETFs und sonstigen Wertpapieren. Die genannten Informationen oder Kennzahlen wurden nach bestem Wissen und Gewissen notiert. Dabei besteht keine Garantie auf Richtigkeit oder Aktualität der Daten. Die genannten Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzprodukten dar. Es handelt sich zu keinem Zeitpunkt um eine Anlageberatung, Empfehlung, Steuerberatung oder sonstige fachliche Beratung.

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