In der aktuellen Folge des Aktiengram Podcast geht es einmal um die Frage: Wann verkauft man eigentlich eine Aktie? Ich habe mir 4 Gründe überlegt, auf die ich in der Folge genauer eingehe. Außerdem noch zwei psyschologische Hürden, die es bei diesem Thema oft zu überweinden gilt.
Zwei häufige Fehler beim Verkauf
Wenn man den Verkauf einer Aktie nicht schon beim Kauf plant, gerät man oft fast automatisch in zwei psychologische Fallen:
- Das Ego-Problem (Nicht im Minus verkaufen wollen): Wir alle kennen diesen Satz: „Ich warte nur, bis die Aktie wieder bei plus/minus Null steht, dann verkaufe ich.“ Eine Aktie hat aber kein Gedächtnis. Wenn dein ursprünglicher Kaufgrund nicht mehr passt ist, dann ist es vielleicht die bessere Entscheidung, den Verlust zu realisieren, den steuerlichen Verlusttopf aufzufüllen und das Geld da zu investieren, wo es eine echte Zukunft hat.
- Gewinne zu früh realisieren: Das Gegenteil passiert auch häufig. Eine Aktie ist 20 Prozent im Plus und man bekommt weiche Knie und verkauft, um „die Gewinne zu sichern“. Wenn das Unternehmen eigentlich fundamental sehr gut dasteht, gibt es vielleicht keinen Grund zu verkaufen?
Ich bin gespannt auf eure Gedanken zur Folge!
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Die im Podcast besprochenen Themen stellen keine Anlageberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzprodukten dar. Es handelt sich zu keinem Zeitpunkt um eine Anlageberatung, Anlageempfehlung, Steuerberatung oder sonstige fachliche Beratung. Kapitalanlagen bergen Risiken. Bitte betreibt immer eure eigene Recherche! Das gilt sowohl für Kennzahlen als auch für die Qualität von Aktien, ETFs und sonstigen Finanzprodukten.


Klasse Podcast…
Danke!
Servus,
ein echt wichtiger (und wieder mal sehr gut gemachter Beitrag). ‚Gefühlt 99 % aller Aktienvideos auf Youtube behandeln interessante Aktien und deren Kauf.
Die Themen Positionsmanagement und Verkauf werden dagegen fast nie behandelt.
Mir sind bei dem Videeo wieder der berühmte Affentests des Wallstreet journals eingefallen. Jahrzehntelang war für mich die Quintessenz: Klare Aussage – kein Mensch dieser Welt kann die zukünftige Entwicklung eines Wertpapiers vorhersagen. Die Zufallsauswahl des Affen schlug regelmäßig die Meinung der gekührten Experten gegen die er antrat. Über dieses Beispiel wird ja immer gerne diskutiert.
Alle Welt macht sich über das „Versagen“ der Experten lustig.
Denkt man das ganze aber im Detail durch, so findet man die Lösung für die (vermeintlich) gute Performence des Tieres: Er muß nicht verkaufen… denn letzten Endes liegt genau darin der Gewinn (und das eigentliche Wissen der Experten).
Irgendwelche Aktien auswählen und nach einem vordefinierten Zeitraum einen Performancecut zu ziehen ist einfach.
Für mich hatte die Erkenntnis durchaus praktische Konsequenzen: Während es im (kaum praktizierten) Trading bei mir gut lief hatte ich oft das Problem beim Investieren zum falschen Zeitpunkt (psychisch) oder Kurs (technisch – falscher Stopp) auszusteigen. Meine Quintessenz damals war die Verkäufe beim Investieren auf das nötigste zu beschränken. Verkäufe mache ich eigentlich nur noch wie in deinem Video beschrieben.
Ich hoffe das Video bekommt viele Aufrufe denn es ist nicht nur sehr gut gemacht, es lenkt vor allem den Blick auf das was eigentlich wichtig ist.
Deine Anregung was man für Videovorschläge hätte: Mich würde ein Video über qulitative Dividenden ETF´s interessieren. Ich hatte den Wisdomtree Global Quality Dividend Growth und den Fidelity Global Quality Income ETF. Leider waren die Vorabpauschalen nur unwesentlich kleiner als die Ertagsausschüttungen. Ich hatte die Dinger ins Depot gelegt um langfristig steigende Dividendenrenditen (wie eben bei den Qualitätsaktien auch) zu erzielen. Sieht man sich jedoch die Ausschüttungen der beiden ETF an, so ist die Entwicklung bestenfalls als ernüchternd zu bezeichnen. Habe mich dann von beiden ETF´s getrennt denn mit „first in – first out“ werden in Phase,n in denen die ETF´s Abflüsse verzeichnen ja genau die Aktien verkauft, welche für den Investor am wichtigsten sind: Die lang gehaltenen mit den hohen persönlichen Dividendenrenditen. Die ETF müssen dann in der nächsten Phase mit ansteigenden ETF Käufen diese Aktien wieder mit der aktuellen, niedrigen Dividendenrendite kaufen…
Das sind aber nur meine groben Überlegungen und es kann sehr gut sein daß ich da einen Denkfehler habe, wäre aber ein Thema welches mich echt interessieren würde.
Grüße, Elmar