Schlechtes Börsenwetter

Wenn man momentan einen Blick in die Medien- oder auch auf Social Media wirft, wird einem die Theorie Rund um das „schlechte Börsenwetter“ kaum entgehen. Zugegeben, selbst habe ich die letzten Wochen wenig verfolgt, da ich gerade ziemlich viel um die Ohren habe bei meinem Fernstudium.

Angst ist kein guter Berater, darauf möchte ich in diesem Artikel noch einmal eingehen. Das Investieren bei blauem Himmel und Sonnenschein ist vergleichsweise leicht. Doch in Phasen fallender Kurse und schlechtem Wetter sieht das anders aus.

Um langfristig am Ball zu bleiben ist es wichtig, sich diese Zeiten und vor allem die eigenen Emotionen währenddessen, bewusst zu machen.

Dazu las ich vor einigen Tagen einen Kommentar, etwa mit dem Wortlaut: Jetzt ist es wichtig zuzuhören! Notiere dir deine eigenen Gedanken und zwar so, dass du sie in der nächsten Krise oder schlechten Phase wieder zu Rate ziehen kannst. Lies dir durch, wie du dich gefühlt hast und lerne daraus.

Das klingt vielleicht erst einmal etwas albern – selbst habe ich mir kurz nach dem stärkeren Einbruch in der Pandemie dazu meine Gedanken notiert und es hilft mir sehr, diese Situation noch einmal nachlesen zu können.

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um mehr zu investieren?

Diese Frage erhalte ich in den vergangenen Tagen wieder häufiger. Auch mit der Formulierung „ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Kryptowährungen zu kaufen?“ – die Antwort bleibt die selbe.

Diese Frage wird niemand zuverlässig geben können. Es ist durchaus möglich, dass die Kurse am Aktienmarkt weiter sinken, ebenso ist genau das Gegenteil möglich. Wie schon der „Altmeister der Börse“ André Kostolany sagte: „An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.“ Damit möchte ich vor allem sagen: Die berühmte magische Glaskugel, mit der wir die Zukunft am Aktienmarkt voraussagen können, existiert nicht. Auch wenn manch einer sich anmaßen mag, hier eine Vorhersage treffen zu können, so ist es am Ende doch einfach geraten. 50/50, vielleicht hat man Glück und die Aussage trifft zu.

Auf die langfristigen Erträge kommt es an; dazu auch immer wieder gerne der Hinweis zum Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts.

4 Gedanken zu „Schlechtes Börsenwetter“

  1. Hallo Lisa,

    seit 1995 investiere ich an der Börse.

    Meine Erfahrung ist, dass die Börse kurz und mittelfristig reine Psychologie ist, die zwischen einer Unterbewertung und einer Überbewertung sehr stark schwankt. Langfristig setzt sich aber IMMER die Qualität durch.

    Das sind keine Durchhalteparolen von unerfahrenen Blogger. Das ist die Realität der Wirtschaft. Sie findet einen Weg irgendwann wieder durchzustarten . Das Irgendwann kann im besten Fall nach Monaten kommen (siehe Corona), kann aber auch nach Jahren sein (siehe Weltwirtschaftskrise 1929 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise).

    Wer nur Geld investiert was er kurz bis mittelfristig nicht braucht und auf Qualität achtet, der übersteht auch unruhige Börsenzeiten.

    Dann wenn die unerfahrenen Anleger sich von der Börse abwenden und die „nachkaufen“ oder moderner „buy the dip“ Rufe verstummen sowie die Lage trostlos erscheint, dann ist die Bessere Stimmung nicht mehr weit.

    Bis dahin lassen wir uns überraschen, ob der Weg kurz und unangenehm wird oder lang und brutal. Und was Qualität am Ende wirklich ist.

    Beste Grüße

    Marc

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    • Hallo Marc,

      viele Dank für diesen tollen Kommentar! Das hast du richtig gut und treffend formuliert; richtig klasse und motivierend um langfristig dabei zu bleiben.

      Liebe Grüße
      Lisa

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  2. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Fernstudium Lisa.
    Ich lasse zur Zeit die Sparpläne ganz normal weiter laufen.
    Bloß bei Blackrock hab ich eine 1. kleine Extrasparplanrate laufen.

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