Weihnachten kommt jedes Jahr überraschend schnell und damit auch die Frage: Was kann man Menschen schenken, die sich für Aktien, Wirtschaft und Unternehmen interessieren? In diesem Artikel stelle ich eine kleine Sammlung von Dingen vor, die Freude machen, Wissen erweitern und vielleicht sogar den eigenen Blick auf die Börse verändern.
Ein Kalender, der die Börse jeden Tag lebendig macht

„Geld schläft nicht“ → und Wissen auch nicht. Was Börsengeschichte oft interessant macht, ist diese Mischung aus Zufall, Mut, Fehleinschätzungen und genialen Momenten. Die meisten kennen die großen, glatten Erzählungen der Wirtschaft, aber nicht die kleinen Wendungen dahinter.
Wusstest du zum Beispiel, dass…
- Steve Jobs nicht mit Apple zum Milliardär wurde, sondern über seine Pixar-Beteiligung?
- Bernard Arnault Gucci Anfang der 90er als quasi wertlos bezeichnete?
- U.S. Steel das erste Unternehmen der Welt war, das die Marke von 1 Milliarde US-Dollar Börsenwert überschritt, und zwar kurz nach seiner Gründung im Jahr 1901?
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Und wer ein Gefühl für diese Reime bekommt, versteht oft besser, warum Märkte heute so reagieren, wie sie es tun. Darum ist der 365 Tage Börse Wirtschaftskalender von Ohne Aktien Wird Schwer in diesem Jahr die erste Geschenkidee. Zum Aufstellen oder an die Wand hängen, vollgepackt mit kleinen Börsenweisheiten, historischen Fakten, skurrilen Anekdoten und Einblicken in spannende Geschäftsmodelle.
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Ein Audible-Geschenkabo als täglicher Wissensbooster

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber viele meiner eigenen „Aha-Momente“ entstehen nicht am Schreibtisch, sondern unterwegs. Beim Spazierengehen, beim Aufräumen, beim Warten auf die Bahn. Genau deshalb mag ich ein Audible-Abo sehr gerne als Geschenkidee. Es ist nichts Lautes oder Aufdringliches, sondern eher ein leiser Begleiter, der im Hintergrund wächst.
Hörbücher haben für Anleger einen besonderen Charme: Man taucht in Unternehmensgeschichten ein, hört von Menschen, die völlig unerwartete Wendungen erlebt haben, oder lernt etwas über Marktpsychologie und plötzlich ergibt etwas Sinn, das vorher wie ein Chaos wirkte. Oft reicht ein einziger Satz, um den eigenen Blick auf Geld oder Entscheidungen zu verändern.
Ein Audible-Abo ist deshalb weniger ein „Hörbuch-Service“ und mehr ein kontinuierlicher Wissensstrom, der sich in den Alltag schmiegt. Perfekt für alle, die neugierig sind, aber keinen freien Kalender haben.
Direkt auf der Startseite findest du im unteren Bereich die Option zum Verschenken.

Historische Aktien: Eine kleine Zeitreise fürs Büro

Etwas, das ich persönlich richtig charmant finde, sind historische Aktien. Diese alten Papiere haben oft eine nahezu künstlerische Gestaltung, feine Ornamente, elegante Schriften, Wappen, Signaturen, manchmal sogar eingedruckte Porträts der Gründer. Sie erinnern daran, dass die Börse nicht immer digital, schnell und anonym war, sondern einmal etwas Greifbares, Handfestes, beinahe Poetisches hatte.
Für Aktionäre sind solche Zertifikate mehr als Dekoration. Sie erzählen Geschichten: von Unternehmen, die gekommen und gegangen sind, von Industrien, die ganze Städte geprägt haben, von Zeiten, in denen Stahl, Eisenbahnen oder Schifffahrt die Zukunft waren. Manchmal hängt dann ein Zertifikat über dem Schreibtisch und man ertappt sich dabei, darüber nachzudenken, welche Entscheidungen und Zufälle den Weg dieses Unternehmens geprägt haben.
Ein schönes, gerahmtes Original ist deshalb ein wunderbares Geschenk. Nicht wegen des materiellen Werts, sondern wegen des Gefühls dahinter. Es ist ein Stück Börsengeschichte, das man tatsächlich in der Hand halten kann. Und jedes Mal, wenn man daran vorbeigeht, erinnert es daran, dass Märkte kommen und gehen, aber Geschichten bleiben.
Finanz-Tools: Digitale Begleiter, die Ordnung ins Anlegerleben bringen
Ein Geschenk, das oft erst auf den zweiten Blick seine Wirkung entfaltet, sind Finanz-Tools. Inzwischen gibt es eine ganze Landschaft an Anwendungen, die uns Anlegern den Alltag spürbar erleichtern können. Und ich meine nicht die großen, überladenen Plattformen, sondern die kleinen, gut durchdachten Helfer, die man täglich oder zumindest wöchentlich gerne öffnet.
Wir sprechen so oft davon, langfristig zu investieren, und langfristig bedeutet auch, den Überblick zu behalten: Wie entwickelt sich das eigene Depot wirklich? Welche Positionen sind vielleicht aus dem Ruder gelaufen? Welche Unternehmen möchte ich mir noch einmal in Ruhe anschauen? Und wo stehen die Kennzahlen im Vergleich zu früheren Jahren?
Tools können hier eine Art „externes Gedächtnis“ sein. Sie zeigen Trends, machen Muster sichtbar und fügen Zahlen in ein Bild ein, das man intuitiv besser versteht. Manche bieten clevere Visualisierungen, andere tiefere Fundamentalanalysen oder einfach eine saubere Struktur, die man im Alltag zu schätzen lernt. Ein Jahresabo für ein gutes Finanz-Tool zu verschenken, ist deshalb viel mehr als eine technische Lösung. Es ist ein Stück Unterstützung: ein „Hier, mach’s dir leichter“.
Der Klassiker: Ein gutes (Finanz)Buch!

Ein Buch zu verschenken, scheint vielleicht erst einmal unspektakulär, doch oft ist es genau das Geschenk, das am längsten nachwirkt. Vor allem, wenn es sich um ein Werk handelt, das neue Perspektiven eröffnet oder in eine Wirtschaftswelt eintauchen lässt, die man so noch nicht kannte. Erst vor ein paar Tagen habe ich einem großen Japan-Fan das Buch „Das Haus Nomura“ aus dem Jahr 1990 über die wirtschaftliche Geschichte des Landes geschenkt. Ich habe es selbst auf Empfehlung von Helmut gelesen und fand es wirklich klasse.
Das Buch erzählt die Geschichte des Nomura-Konzerns, vom kleinen Geldwechselgeschäft im 19. Jahrhundert bis hin zu einer der einflussreichsten Investmentbanken weltweit. Es bietet tiefe Einblicke in Japans Finanzkultur, in Hierarchien, Machtstrukturen und die Besonderheiten eines Marktes, der für viele westliche Anleger bis heute ein Rätsel ist. Solche Bücher sind wie kleine Zeitreisen. Sie verbinden Geschichte, Wirtschaft und Menschlichkeit und eignen sich deshalb wunderbar als Geschenk für alle, die gerne hinter die Kulissen der Finanzwelt blicken.
Noch persönlicher: Ein signiertes Exemplar ✒️
Wenn du das Geschenk noch besonderer machen möchtest, lohnt es sich, je nach Autor und Erscheinungsdatum nach signierten Exemplaren zu schauen. Viele Autoren signieren auf Anfrage, manche sogar mit einer persönlichen Widmung. Dadurch wird ein Finanz- oder Wirtschaftsbuch sofort zu einem echten Herzensgeschenk, das man nicht einfach ins Regal stellt, sondern mit einem guten Gefühl aufschlägt. Das mache ich selbst auch immer mal wieder für mein Buch Aktien-Life-Balance, wenn mich jemand dazu kontaktiert. Gerade zu Weihnachten entsteht daraus oft ein richtig schönes, motivierendes Gesamtpaket. Bücher können so viel mehr sein als nur bedruckte Seiten. Mit ihnen schenkt man Orientierung, Inspiration und manchmal sogar einen Neuanfang.
Weitere Inspiration rund um das Thema Bücher und meine Rezensionen findest du hier.
Bonus-Tipp: Oder direkt Aktien/ETFs verschenken
Zum Abschluss noch eine Geschenkidee, die passender nicht sein könnte: Aktien oder ETFs direkt verschenken. Ob als erster Schritt für jemanden, der schon lange „eigentlich mal anfangen wollte“, oder als Ergänzung für erfahrene Anleger. Ein solches Geschenk ist etwas ganz Persönliches. Man verschenkt nicht nur Geld, sondern auch Teilhabe, Gedanken und ein Stück Zukunft.
Praktisch ist, dass einige Broker inzwischen einfache Möglichkeiten bieten, ein solches Aktien- oder ETF Geschenk zu erstellen. Ich gestalte dazu gerne kleine Gutscheinkarten, schreibe ein paar Worte zum Unternehmen oder ETF dazu und schon hat das Ganze eine sehr persönliche Note. Die Umsetzung ist simpel, die Wirkung umso größer.
Habt ihr noch weitere Ideen? Schreibt gerne eure Gedanken in die Kommentare.
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Hallo Lisa, tolle Ideen! Hast du den „Ohne Aktien wird schwer“-Kalender selber oder schon mal selber verschenkt?
Hi Anna, danke dir! Ja, die Fotos im Artikel sind von mir. 😀 Wir verlosen auch im Rahmen unserer diesjärhigen Spendenaktion einige davon. ☺️