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Bei einem Besuch in der niederländischen Hauptstadt darf für Finanzinteressierte ein kleiner Abstecher zum Beursplein nicht fehlen: Hier steht die Euronext Amsterdam. Die Amsterdamer Börse gilt völlig zu Recht als der älteste „moderne“ Wertpapierhandelsplatz der Welt.

Früher schlicht als „Amsterdamer Börse“ bekannt, schloss sie sich im September 2000 mit den Börsen in Brüssel und Paris zur Euronext zusammen, einem der wichtigsten Handelsplätze Europas. Doch die wahre Magie dieses Ortes liegt in seiner faszinierenden Vergangenheit.

Der „Charging Bull“: Ein Symbol für Optimismus

Bevor man in die Geschichte eintaucht, wird man vor der Börse von einem alten Bekannten begrüßt: dem Bullen. Die mächtige Bronzestatue des „Charging Bull“ (oder auch „Wall Street Bull“) des italienisch-amerikanischen Künstlers Arturo Di Modica kennen die meisten wohl von den berühmten Bildern aus dem New Yorker Finanzdistrikt.

Doch der Bulle ist ein Weltenbummler:

  • New York (1989): Das Original wurde nach dem Börsencrash 1987 heimlich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an der Wall Street aufgestellt.
  • Shanghai (2010): Eine weitere Version ziert den Bund, Shanghais berühmte Uferpromenade.
  • Amsterdam (2012): Im Juli 2012 stiftete Di Modica schließlich eine dritte Version des Bullen für den Beursplein in Amsterdam.

Warum eigentlich ein Bulle? In der Finanzwelt steht er für anhaltenden Optimismus und steigende Kurse (den sogenannten „Bullenmarkt“), da das Tier mit seinen Hörnern von unten nach oben stößt. Der Bär hingegen schlägt mit der Tatze von oben nach unten und symbolisiert fallende Kurse. Mehr dazu im Artikel Bulle vs. Bär | Börsenbegriffe.

1602: Die Geburtsstunde der Aktiengesellschaft

Amsterdam hat jedoch weit mehr zu bieten als moderne Börsensymbole. Die Stadt ist der unangefochtene Geburtsort der Aktie, wie wir sie heute kennen.

Anfang des 17. Jahrhunderts boomte der Seehandel, doch Expeditionen nach Asien waren extrem teuer und vor allem gefährlich. Stürme, Piraten oder Krankheiten konnten schnell den finanziellen Ruin für einen einzelnen Kaufmann bedeuten. Die Lösung? Man verteilte das Risiko auf viele Schultern.

Im Jahre 1602 schlossen sich holländische Handelsleute zur ersten echten Aktiengesellschaft der Welt zusammen: Die Niederländische Ostindien-Kompanie (oder Vereenigde Oostindische Compagnie, kurz V.O.C.) war geboren.

Jeder Bürger, vom wohlhabenden Aristokraten bis hin zur einfachen Magd, konnte Anteile an der V.O.C. erwerben und so das Startkapital für die teuren Schiffsreisen finanzieren. Im Gegenzug profitierten sie von den enormen Gewinnen, wenn die Flotten reich beladen aus Asien zurückkehrten. Dieser revolutionäre Gedanke legte den Grundstein für unseren heutigen globalen Kapitalmarkt.

Pfeffer statt Bares: Die ersten Dividenden der Welt

Wer heute Aktien besitzt, freut sich über die regelmäßige Überweisung der Bardividende aufs Verrechnungskonto. Bei der V.O.C. lief das noch etwas exotischer ab.

Auch damals wurden die Anteilseigner am Gewinn beteiligt, allerdings oft in Form von Sachdividenden. Statt Münzen erhielten die ersten Aktionäre der Welt ihre Auschüttungen buchstäblich in Naturalien. Da die Schiffe Gewürze aus Übersee brachten, wurden die Investoren zeitweise in Form von schwarzem Pfeffer, Muskatnuss oder Nelken ausbezahlt.

Das war keineswegs ein schlechter Deal: Gewürze waren im 17. Jahrhundert in Europa so kostbar, dass sie oft in Gold aufgewogen wurden und sich problemlos zu horrenden Preisen weiterverkaufen ließen.

Ein kleiner Ausblick: Der erste Crash der Geschichte

Wo es Börsen gibt, gibt es leider auch Spekulationsblasen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Niederlande nicht nur die Aktie erfanden, sondern knapp 35 Jahre später auch den ersten waschechten Börsencrash der Geschichte erlebten: Die Tulpenmanie von 1637.

Damals wurden Tulpenzwiebeln zum ultimativen Spekulationsobjekt. Auf dem Höhepunkt der Blase entsprach der Wert einer einzigen seltenen Tulpenzwiebel dem Preis eines prächtigen Amsterdamer Grachtenhauses, bis die Blase schließlich spektakulär platzte.

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