ETF erklärt – Teil 2

Heute erkläre ich euch die sogenannten Replikationsmethoden.

Generell wird zwischen der physischen Replikation als vollständige Replikation, der physischen Replikation als Sampling und der synthetischen Replikation unterschieden.

Die physische, vollständige Replikation wird auch als direkte Replikation (DR) bezeichnet.

Diese Form bildet den Index durch Kauf der jeweiligen Indextitel in der entsprechenden Gewichtung 1:1 nach.

Die physische Replikation mit Sampling wird hauptsächlich bei großen Indizes eingesetzt: nur diejenigen Titel aus einem Index werden physisch
erworben, die auch den größten Einfluss auf den Kurs des Index haben.

Das spart ETF Transaktionskosten, was sich wiederum in einer geringeren Gesamtkostenquote widerspiegeln kann.
Davon profitiert dann auch der Anleger.

Die synthetische Replikation

Allgemein funktioniert ein synthetisch replizierender ETF, indem der Anbieter des ETFs mit einem Partner einen Vertrag abschließt. Dieser wird damit beauftragt die Wertentwicklung für den gewählten Index zu liefern. Hierauf basierende ETFs können also Wertpapiere enthalten die im abzubildenden Index enthalten sind, aber es können auch indexfremde Wertpapiere gekauft werden. Als Lohn erhält der Vertragspartner die Erträge aus dem investierten Geld der Anleger. Diese Tauschvereinbarung nennt man “Total Return Swap”. Der Partner oder auch Swap-Kontrahent ist meist die Investmentbank des ETF-Anbieters (z. B. Deutsche Bank bei Xtrackers ETFs). Die synthetische Replikation unterteilt sich wiederum in :
Unfunded Swap-ETFs, Funded Swap-ETFs und Fully-Funded Swap-ETFs.

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ETF erklärt – Teil 1

Was ist ein ETF?

Ein ETF oder auch Exchange Traded Fund ist ein Investmentfonds, der die Wertentwicklung eines Aktienindex abbildet. 🚀 *Es heißt immer Fonds, da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. 🤭

Beliebt wurden ETFs vor allem wegen der, im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds, niedriger anfallenden Gebühren.

Es gibt unzählige verschiedene ETFs, die einfach gesagt immer eine Zusammenfassung verschiedener Aktien zu einer Gruppe darstellen.

So kann man z.B. in ETFs investieren, die nur die Automobilbranche abbilden, oder ausschließlich in Hard- und Softwareunternehmen. 💻📱🚗 Der wohl bekannteste und auch von “Einsteigern” gerne gewählte ETF ist ein ETF auf den MSCI World. Dieser kann bei vielen Anbietern im Sparplan, häufig auch ohne Gebühren bespart werden.

Kosten von MSCI World-ETFs: Die Gesamtkostenquote (TER) eines MSCI World-ETFs liegt zwischen 0,12% p.a. und 0,50% p.a.. Damit sind sie deutlich günstiger als aktiv verwaltete Fonds.

Ich selbst bin ebenfalls in verschiedenen ETFs investiert, die ich auch teilweise noch monatlich bespare, mein Hauptaugenmerk liegt aber seit einiger Zeit eher auf Einzelaktien.

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