Basis Depot – ein mögliches Depot für den Einstieg

Basis Depot für den Einstieg

Hallo Leute!

Erst heute kam es wieder vor, dass mich jemand gefragt hat “wie soll ich beginnen?” – beginnen mit Aktien, beginnen mit ETFs, wie finde ich den Einstieg.

Dazu habe ich mir folgende Möglichkeit überlegt: Das Basis-Depot, mit dem man unglaublich viel abdecken kann.

Konkret nenne ich hier auch 2 ETFs mit WKN, was natürlich nicht als Anlageberatung, sondern lediglich als ein mögliches Beispiel zu verstehen ist.

Wie kann man also beginnen, wenn man bisher nicht viel mit Aktien oder gar ETFs am Hut hatte?

Nr. 1 ist ganz klar der MSCI World.

Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern widerspiegelt. Er gilt als einer der wichtigsten Aktienindizes weltweit und wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegeben. Die einzelnen Aktiengesellschaften darin werden nach ihrer jeweiligen Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet.

So weit so gut, für mein Beispiel habe ich bewusst einen ausschüttenden MSCI World gewählt, also wird hier einmal im Jahr eine Dividende gezahlt. Damit möchte ich bewirken, dass man ein Verständnis dafür bekommt, was überhaupt eine Dividendenausschüttung ist, wie das abläuft und wie es “im Depot aussieht”.

Nr. 2 dann schließlich: Emerging Markets.

Der MSCI Emerging Markets Index ist ein Aktienindex, der anhand von knapp 850 Aktienwerten die Entwicklung an den Börsen der wichtigsten Schwellenländer widerspiegelt. Er wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegeben, der auch den MSCI World Index berechnet, in dem die Aktien der großen Industrieländer abgebildet werden.

Dadurch, dass im MSCI World keine Entwicklungsländer enthalten sind, Beispiel China als eine der größten Volkswirtschaften, und man in den nächsten 10-20 Jahren hier von einem deutlichen Wirtschaftswachstum ausgeht, kann durch einen solchen ETF der Markt optimal abgebildet werden.

Konkretes Beispiel – für einen monatlichen Sparplan über 300€

DU möchtest jeden Monat 300€ in Aktien investieren. Dabei möglichst risikoarm und ohne dich mit einzelnen Unternehmen zu befassen.

Vorgehensweise:

1 Sparplan auf den MSCI World mit der WKN: A1XEY2 – Höhe: 200€

1 Sparplan auf den MSCI Emerging Markets mit der WKN: A12GVR- Höhe: 100€

Fertig!

Diese beiden ETFs kannst du sogar aktuell ohne zusätzliche Gebühren bei der Consorsbank monatlich besparen. Außerdem gibt es aktuell über diesen Link aktuell 20€ Bonus* auf den ersten Sparplan.

Hier habe ich das Depot einmal mit Start am 01.01.2016 abgebildet. Mit einer einmaligen Investition zu diesem Datum von 3000€ in den MSCI World und 1000€ in den Emerging Markets.

Darf es etwas mehr sein?

Ein “extended” Basis Depot, bestehend aus Branchen-ETFs, sowie einem World-Produkt habe ich zusätzlich noch angelegt. Hier mit Start zum 01.01.2018, je Branchen-Position wurden 1000€ investiert, sowie 3000€ in den MSCI All Country World. Das Depot könnt ihr hier ansehen.

Meiner Ansicht nach eine gute Möglichkeit, sein Basis Depot noch um weitere Branchen zu ergänzen, ohne ohne auf Einzelwerte (Einzelaktien) zu setzen um so das Risiko zu streuen.

Dient natürlich nur zur Inspiration und stellt keine Anlageberatung dar.

Keine Anlageberatung – keine Anlageempfehlung
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Besteuerung US-Dividende | Vergleich mit und ohne Freibetrag

Hallo Leute!

Heute fragte mich ein Abonnent, wie genau das steuerliche Abkommen bei amerikanischen Dividenden funktioniert.

Um das zu erklären habe ich zwei Grafiken erstellt, jeweils eine Abrechnung von Februar, hier war mein steuerlicher Freibetrag (801€/Jahr) noch nicht aufgebraucht, sowie eine von Dezember.

So wird das ganze Thema hoffentlich ein wenig klarer:

Doppelbesteuerungsabkommen?

Das Doppelbesteuerungsabkommen soll verhindern, dass Personen, die in 2 Staaten Einkünfte erzielen, diese auch in beiden Staaten – also doppelt – versteuern müssen. So auch in diesem Beispiel zwischen Deutschland und den USA.

Die ermäßigten Quellensteuer dann statt bei 30% nur noch bei 15% für Dividenden.

Deutschland verrechnet also 15% Quellensteuer mit der Kapitalertragssteuer von 25%. ➞ 15% USA, 10% Deutschland

Zu beachten ist jedoch, dass bereits im Vorfeld ein entsprechender Antrag für die Ermäßigung gestellt werden muss.

Die Kapitalertragssteuer (KapESt) in Deutschland beträgt 25%. Hinzu kommen 5,5% Solidaritätszuschlag (SolZ) und ggf. Kirchensteuer (KiSt).

Noch ein Beispiel:

Du erhältst pro Aktie 10,00 $ Dividende.

➞ 15% gehen an die USA
➞ Das macht 8,50 $ Dividende

Da du bereits in den USA 15 % Steuern gezahlt hast, musst du hier nur 10 % Steuern zahlen. Also: 1,00 $ an das deutsche Finanzamt.

Die 10,00 $ Dividende wird mit dem aktuellen Dollarkurs (angenommen: 1,36) in € umgerechnet.

➞ Das ergibt 7,40 €. Dieser Betrag wird von deinen 801 € Freibetrag abgezogen.

Du erhältst auf deinem Konto 8,50 $ bzw. 6,30 € pro Aktie.

Ist der Kapitalfreibetrag bereits verbraucht, erhältst du 7,50 $ oder 5,50 €.

Als zusätzliche Ergänzung hier noch ein weiterführender Text vom Blog Steuerstudies.de dazu:

Die Aktiengewinne in der Steuererklärung angeben

Nochmal zusammengefasst: In unserem Beispiel hast du eine Dividende von 10,00 $ pro Aktie bekommen und musstest bei deinen Gewinnen Kapitalertragssteuer (KapESt) in Deutschland abführen. Da du bereits in den USA 15% Steuern gezahlt hast, musst du in Deutschland nur noch 10%, statt den üblichen 25% zahlen.

Zusätzlich musst du neben der Kapitalertragssteuer gegebenenfalls noch den Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer abführen. Verdienst du in einem Jahr wenig, hast hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben, so kannst du einen Teil der gezahlten Steuern wieder zurückbekommen.

Dafür benötigst du die Anlage Kap, in die alle Kapitalerträge eingetragen werden können – also auch Dividenden und Kursgewinne, wenn du beispielsweise Aktien zu einem höheren Kurswert verkaufst als du sie gekauft hast.

Du solltest dabei beachten, dass du einen Sparer-Pauaschbetrag bei deiner Bank hast, den du in Zeile 12 einträgst. Deine gesamten Kapitalerträge kommen in Zeile 7 und der Anteil an Aktiengewinnen davon zusätzlich nochmal in Zeile 8.

In Zeile 48 und Zeile 49 kannst du dann die abgezogene Kapitalertragssteuer und den Solidaritätszuschlag angeben. Die abgeführte Kirchensteuer lässt sich als Sonderausgaben geltend machen.

In diesem Steuerbeispiel zeigen wir dir, wie man Aktiengewinne versteuern (https://www.steuerstudies.de/beispiele.html#bsp3) kann und wie du dafür deine Steuerformulare ausfüllen musst.

Noch Fragen? Gerne in die Kommentare!

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