Besteuerung US-Dividende | Vergleich mit und ohne Freibetrag

Hallo Leute!

Heute fragte mich ein Abonnent, wie genau das steuerliche Abkommen bei amerikanischen Dividenden funktioniert.

Um das zu erklĂ€ren habe ich zwei Grafiken erstellt, jeweils eine Abrechnung von Februar, hier war mein steuerlicher Freibetrag (801€/Jahr) noch nicht aufgebraucht, sowie eine von Dezember.

So wird das ganze Thema hoffentlich ein wenig klarer:

Doppelbesteuerungsabkommen?

Das Doppelbesteuerungsabkommen soll verhindern, dass Personen, die in 2 Staaten EinkĂŒnfte erzielen, diese auch in beiden Staaten – also doppelt – versteuern mĂŒssen. So auch in diesem Beispiel zwischen Deutschland und den USA.

Die ermĂ€ĂŸigten Quellensteuer dann statt bei 30% nur noch bei 15% fĂŒr Dividenden.

Deutschland verrechnet also 15% Quellensteuer mit der Kapitalertragssteuer von 25%. ➞ 15% USA, 10% Deutschland

Zu beachten ist jedoch, dass bereits im Vorfeld ein entsprechender Antrag fĂŒr die ErmĂ€ĂŸigung gestellt werden muss.

Die Kapitalertragssteuer (KapESt) in Deutschland betrÀgt 25%. Hinzu kommen 5,5% SolidaritÀtszuschlag (SolZ) und ggf. Kirchensteuer (KiSt).

Noch ein Beispiel:

Du erhÀltst pro Aktie 10,00 $ Dividende.

➞ 15% gehen an die USA
➞ Das macht 8,50 $ Dividende

Da du bereits in den USA 15 % Steuern gezahlt hast, musst du hier nur 10 % Steuern zahlen. Also: 1,00 $ an das deutsche Finanzamt.

Die 10,00 $ Dividende wird mit dem aktuellen Dollarkurs (angenommen: 1,36) in € umgerechnet.

➞ Das ergibt 7,40 €. Dieser Betrag wird von deinen 801 € Freibetrag abgezogen.

Du erhĂ€ltst auf deinem Konto 8,50 $ bzw. 6,30 € pro Aktie.

Ist der Kapitalfreibetrag bereits verbraucht, erhĂ€ltst du 7,50 $ oder 5,50 €.

Als zusĂ€tzliche ErgĂ€nzung hier noch ein weiterfĂŒhrender Text vom Blog Steuerstudies.de dazu:

Die Aktiengewinne in der SteuererklÀrung angeben

Nochmal zusammengefasst: In unserem Beispiel hast du eine Dividende von 10,00 $ pro Aktie bekommen und musstest bei deinen Gewinnen Kapitalertragssteuer (KapESt) in Deutschland abfĂŒhren. Da du bereits in den USA 15% Steuern gezahlt hast, musst du in Deutschland nur noch 10%, statt den ĂŒblichen 25% zahlen.

ZusĂ€tzlich musst du neben der Kapitalertragssteuer gegebenenfalls noch den SolidaritĂ€tszuschlag und Kirchensteuer abfĂŒhren. Verdienst du in einem Jahr wenig, hast hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben, so kannst du einen Teil der gezahlten Steuern wieder zurĂŒckbekommen.

DafĂŒr benötigst du die Anlage Kap, in die alle KapitalertrĂ€ge eingetragen werden können – also auch Dividenden und Kursgewinne, wenn du beispielsweise Aktien zu einem höheren Kurswert verkaufst als du sie gekauft hast.

Du solltest dabei beachten, dass du einen Sparer-Pauaschbetrag bei deiner Bank hast, den du in Zeile 12 eintrÀgst. Deine gesamten KapitalertrÀge kommen in Zeile 7 und der Anteil an Aktiengewinnen davon zusÀtzlich nochmal in Zeile 8.

In Zeile 48 und Zeile 49 kannst du dann die abgezogene Kapitalertragssteuer und den SolidaritĂ€tszuschlag angeben. Die abgefĂŒhrte Kirchensteuer lĂ€sst sich als Sonderausgaben geltend machen.

In diesem Steuerbeispiel zeigen wir dir, wie man Aktiengewinne versteuern (https://www.steuerstudies.de/beispiele.html#bsp3) kann und wie du dafĂŒr deine Steuerformulare ausfĂŒllen musst.

Noch Fragen? Gerne in die Kommentare!

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Basis Depot – ein mögliches Depot fĂŒr den Einstieg

Basis Depot fĂŒr den Einstieg

Hallo Leute!

Erst heute kam es wieder vor, dass mich jemand gefragt hat “wie soll ich beginnen?” – beginnen mit Aktien, beginnen mit ETFs, wie finde ich den Einstieg.

Dazu habe ich mir folgende Möglichkeit ĂŒberlegt: Das Basis-Depot, mit dem man unglaublich viel abdecken kann.

Konkret nenne ich hier auch 2 ETFs mit WKN, was natĂŒrlich nicht als Anlageberatung, sondern lediglich als ein mögliches Beispiel zu verstehen ist.

Wie kann man also beginnen, wenn man bisher nicht viel mit Aktien oder gar ETFs am Hut hatte?

Nr. 1 ist ganz klar der MSCI World.

Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von ĂŒber 1.600 Aktien aus 23 IndustrielĂ€ndern widerspiegelt. Er gilt als einer der wichtigsten Aktienindizes weltweit und wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegeben. Die einzelnen Aktiengesellschaften darin werden nach ihrer jeweiligen Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet.

So weit so gut, fĂŒr mein Beispiel habe ich bewusst einen ausschĂŒttenden MSCI World gewĂ€hlt, also wird hier einmal im Jahr eine Dividende gezahlt. Damit möchte ich bewirken, dass man ein VerstĂ€ndnis dafĂŒr bekommt, was ĂŒberhaupt eine DividendenausschĂŒttung ist, wie das ablĂ€uft und wie es “im Depot aussieht”.

Nr. 2 dann schließlich: Emerging Markets.

Der MSCI Emerging Markets Index ist ein Aktienindex, der anhand von knapp 850 Aktienwerten die Entwicklung an den Börsen der wichtigsten SchwellenlĂ€nder widerspiegelt. Er wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegeben, der auch den MSCI World Index berechnet, in dem die Aktien der großen IndustrielĂ€nder abgebildet werden.

Daduch, dass im MSCI World keine EntwicklungslĂ€nder enthalten sind, Beispiel China als eine der grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften, und man in den nĂ€chsten 10-20 Jahren hier von einem deutlichen Wirtschaftswachstum ausgeht, kann durch einen solchen ETF der Markt optimal abgebildet werden.

Konkretes Beispiel – fĂŒr einen monatlichen Sparplan ĂŒber 300€

DU möchtest jeden Monat 300€ in Aktien investieren. Dabei möglichst risikoarm und ohne dich mit einzelnen Unternehmen zu befassen.

Vorgehensweise:

1 Sparplan auf den MSCI World mit der WKN: A1XEY2 – Höhe: 200€

1 Sparplan auf den MSCI Emerging Markets mit der WKN: A12GVR- Höhe: 100€

Fertig!

Außerdem gibt es aktuell ĂŒber diesen Link aktuell 20€ Bonus* auf den ersten Sparplan bei der Consorsbank.

Hier habe ich das Depot einmal mit Start am 01.01.2016 abgebildet. Mit einer einmaligen Investition zu diesem Datum von 3000€ in den MSCI World und 1000€ in den Emerging Markets.

Keine Anlageberatung – keine Anlageempfehlung
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